Kos (Stadt) ist der absolute Anziehungspunkt der Insel und lässt in Sachen Attraktivität keine Wünsche offen. Eine gelungene Mischung aus schmalen Gassen, belebten Plätzen und antiken Sehenswürdigkeiten sorgt für eine Atmosphäre, die schlicht einmalig ist.
Das Zentrum der Stadt bildet der Kazouli Square / Πλατεία Καζούλη. Rund um die Defterdar-Moschee startet man idealerweise seine Shopping- und Besichtigungstour. Ein weiteres Highlight ist der Mandraki-Hafen / Λιμάνι Μανδράκι mit seinen zahlreichen Tavernen und dem direkten Blick auf die nahegelegene Festung Neratzia / Κάστρο της Νερατζιάς.
Die Stadt erreicht man problemlos mit dem Bus (KTEL / ΚΤΕΛ), es gibt einen Busbahnhof in der Nähe des Zentrums. Mit dem Auto sollte man allerdings etwas außerhalb parken, da Stellplätze direkt in der Stadt sehr rar sind.
Radweg (Leof. ton Finikon)
Kos-Stadt verfügt über ein hervorragend ausgebautes Radwegenetz. Wer also gerne in die Pedale tritt, kann entlang der Palmenallee / Λεωφόρος Φοινίκων oder der Akti Kountourioti / Ακτή Κουντουριώτου auf breiten Radwegen die Stadt erkunden – was natürlich auch zu Fuß wunderbar klappt.
Romantischer – besonders am Abend – ist eine gemütliche Rundfahrt mit der kleinen Bimmelbahn, die direkt am Hafen startet. Für wenig Geld bekommt man hier eine schöne kleine Stadtrundfahrt geboten.
Kos - BusbahnhofEine der zahlreichen GassenDie BimmelbahnShoppingmeileAkti Kundurio (Palmenallee)BrunnenPalazzo di Giustizia
Neben dem Kazouli Square mit der Moschee sind noch zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. Der „Palazzo di Giustizia“ zum Beispiel wurde 1928 von den damaligen italienischen Besatzern als Justizgebäude errichtet. So wird es auch heute noch intensiv genutzt, außerdem befindet sich hier noch die örtliche Polizei sowie Teile der Verwaltung von Kos.
Flanieren am Hafen oder entlang der Promenade „Vas. Georgiou“ mit zahlreichen Geschäften und Tavernen, ein Rundgang am Fährhafen, ein Museumsbesuch und, und, und… Gehen Sie in der Stadt ausgiebig auf Entdeckungsreise und vergessen Sie dabei nicht die vielen kleinen Nebengassen, es lohnt sich absolut.
Defterdar MoscheeArchäologisches Museum KosKirche......Agia......Paraskevi
Die Kirche „Agia Paraskevi“ ist der absolute Blickfang der Stadt. Seine markante blaue Kuppel ist schon weithin sichtbar und die kunstvollen Wandgemälde im Inneren sind einfach wunderschön.
Kos Stadt - am Hafen, im Hintergrund die Festung NeratziaDer Markt
Am Hafen bieten viele Anbieter Rundfahrten mit Ausflugsschiffen an, auch Tagestouren nach Rhodos und in die nahegelegene Türkei sind hier problemlos buchbar.
Direkt am Kazouli Square befindet sich zudem die städtische Markthalle / Δημοτική αγορά. Hier gibt es jede Menge typische Spezialitäten von Kos zu kaufen, wie zum Beispiel den inseltypischen thymiandurchsetzten Honig.
Kos-Stadt hat eine unheimlich hohe Aufenthaltsqualität. Sie bietet im Grunde alles, was ein gelungener Griechenlandurlaub ausmacht: malerische Gassen, viel Sehenswertes und natürlich unzählige Tavernen mit allerlei leckeren griechischen Spezialitäten. Man braucht schon ein paar Tage, um wirklich alles ganz in Ruhe zu entdecken.
Update zur Lage:
Aufgrund der geografischen Nähe zur türkischen Küste ist Kos (ebenso wie einige Nachbarinseln) ein bedeutendes Ziel von Flüchtlingen, die mit Booten übersetzen. Im Zusammenhang mit dem beabsichtigten Bau eines Registrierzentrums auf Kos kam es 2016 zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Einwohnern und der Polizei. Die Einwohner befürchteten eine erhebliche Beeinträchtigung des Tourismus, der Haupteinnahmequelle der Insel. Tatsächlich brachen die Buchungszahlen kurzzeitig ein, obwohl der Tourismus im restlichen Griechenland deutlich anzog. Inzwischen hat sich die Situation vor Ort jedoch spürbar entspannt.
Zu allem Überfluss ereignete sich in der Nacht vom 20. auf den 21. Juli 2017 gegen 1:30 Uhr ein schweres Seebeben der Stärke 6,7, das besonders in Kos-Stadt erhebliche Zerstörungen anrichtete, zwei Todesopfer forderte sowie mindestens 100 Verletzte nach sich zog. Ein kleiner Tsunami überschwemmte zudem Teile des Hafens. Leider fiel auch das stolze Minarett der Defterdar-Moschee dem Beben zum Opfer – ein wichtiges Wahrzeichen und Kulturdenkmal der Stadt. Aber auch hier ist man schnell wieder zur Tagesordnung übergegangen; für die Touristen auf der Insel gibt es heute keinerlei Einschränkungen mehr im Alltag.