Sie sind hier: Griechisches FestlandAttika ➤ Kifissia / Marousi

Nachdem wir das klassische Touristenprogramm absolviert hatten, setzten wir uns in die Metro und fuhren in den Norden von Athen. Hier gibt es ebenfalls einiges zu entdecken – etwa die beiden Vorstädte Kifisia und Marousi (Olympia Sportkomplex), die zusammen rund 144.000 Einwohner zählen.

Kifissia / Κηφισιά

Kifissia Metro-Station
Metro-Station Kifissia
Bahnhof Kifissia
Bahnhof

Zuerst ging es nach Kifissia (Κηφισιά) – eine Stadtgemeinde im Norden der Region Attika und ein gehobenes Wohn- sowie Einkaufsviertel. Kifisia ist die Endstation der grünen Metro-Linie M1, man kann die Station also gar nicht verfehlen.

Prächtige Villen, ein exklusives Stadtzentrum mit Boutiquen namhafter Modemarken, Museen und Kunstgalerien prägen das Bild. Bereits in der Antike war Kifisia ein bevorzugter Sommersitz wohlhabender Athener, darunter der berühmte Rhetoriker Herodes Atticus.

Die hiesigen Restaurants bieten eine gehobene Gastronomie zu entsprechenden Preisen. Dabei wird großer Wert auf regionale, frische Zutaten und handwerkliche Qualität gelegt – und das schlägt sich natürlich auf der Rechnung nieder.

Neben einigen sehenswerten Kirchen ist vor allem der Alsos-Park (Άλσος Κηφισιάς) eine echte Oase der Ruhe. Wenn das Wetter im Oktober mitspielt – was bei unserem Besuch der Fall war – kann man im Alsos Café herrlich im Schatten sitzen und einen Frappé genießen. Ein Abstecher lohnt sich in jedem Fall, wenngleich eine ausgiebige Shoppingtour die Reisekasse doch spürbar erleichtern würde.

Kifisia wirkt erstaunlich ruhig, aufgeräumt und bildet einen bemerkenswerten Kontrast zum pulsierenden Trubel der Athener Innenstadt.

Impressionen aus Kifissia:
Kifissia Odos Chelidonous
Odos Chelidonous
Kifissia Odos Tatoiou
Odos Tatoiou
Kifissia Leoforos Kifisias
Leof. Kifisias
Shoppingland Kifissia
Shoppingland
Kifissia Odos Kolokotroni
Odos Kolokotroni
Kifissia Odos Levidou
Odos Levidou
Römisches Grabdenkmal Kifissia
Röm. Grabdenkmal
Kirche Panagia of Xydou
Panagia of Xydou
Kirche Agios Georgios
Agios Georgios
Kifissia Odos Elaion
Odos Elaion
Alsos Kifisias Park
Alsos Kifisias Park
Alsos Kifisias Park Cafe
Alsos Kifisias Park

Marousi / Μαρούσι

Metro-Station Neratziotissa Marousi
Station Nerantziotissa

Von Kifisia aus geht es mit der Metro drei Stationen zurück bis zur Station Nerantziotissa (Νεραντζιώτισσα). Sie liegt in Marousi – ebenfalls eine eigenständige Stadt und Vorort von Athen. Der Übergang zwischen Kifisia und Marousi ist dabei praktisch nahtlos.

Unmittelbar am Bahnhof befindet sich „The Mall Athens“, ein modernes und weitläufiges Einkaufszentrum. Neben bekannten internationalen Marken finden sich hier auch Geschäfte für das alltägliche Budget. Auch die zeitgenössische Architektur des Gebäudekomplexes ist ausgesprochen gelungen und sehenswert.

The Mall Athens:
The Mall Athens Innenansicht 1
The Mall Athens Innenansicht 2
The Mall Athens Glaskuppel
The Mall Athens Ansicht 1
The Mall Athens Ansicht 2
The Mall Athens Außenbereich
The Mall Athens Architektur
The Mall Athens Terrassen
The Mall Athens Passage
Ausblick von The Mall Athens auf den Olympia-Komplex
Ausblick auf den Sportkomplex

Über mehrere Etagen verteilt findet man alles, was das Shopping-Herz begehrt. Zwar kennt man ähnliche Einkaufszentren auch aus Deutschland, doch das Flanieren macht hier durchaus Spaß – auch für Männer. Zudem ist man fast ausschließlich unter Einheimischen, da sich nur wenige ausländische Touristen hierher verirren.

Ein schöner Nebeneffekt: Von der Außenterrasse des oberen Stockwerks genießt man einen fantastischen Weitblick über Athen und auf den benachbarten Olympia-Sportkomplex.

Olympia-Sportkomplex Athen / Ολυμπιακό Αθλητικό Κέντρο Αθηνών

Metro-Station Irini Vorhalle der Metro-Station Irini
Metro-Station Irini

Von der Station Nerantziotissa an der Mall fährt man eine Metrostation Richtung Athen zurück zur Station Irini (Ειρήνη). Alternativ lässt sich der Weg vom Einkaufszentrum aus auch in etwa 10 Minuten bequem zu Fuß zurücklegen.

Die Metrostation ist gewaltig dimensioniert: Sie diente während der Olympischen Sommerspiele 2004 als zentrales Drehkreuz für die enormen Besucherströme. Heute wirkt sie im Alltag fast schon überdimensioniert, präsentiert sich aber nach wie vor sehr sauber und architektonisch eindrucksvoll.

Panoramablick auf den Olympia-Sportkomplex Athen
Der Olympia-Sportkomplex Athen im Oktober 2019
Ehemaliger Haupteingang OAKA
Ehem. Haupteingang
Die Stoa im Olympia-Park Athen
Die Stoa

Der Olympia-Sportkomplex Athen / Ολυμπιακό Αθλητικό Κέντρο Αθηνών, kurz OAKA) liegt ebenfalls auf dem Stadtgebiet von Marousi. Sein offizieller Name lautet „Spyros Louis“ (Σπύρος Λούης), benannt nach dem ersten Marathon-Olympiasieger der Neuzeit bei den Spielen 1896 in Athen.

Das Areal wurde bereits 1982 eröffnet und ab den frühen 1990er-Jahren kontinuierlich erweitert. Es umfasst im Wesentlichen fünf Hauptstätten:

  • Zentrales Olympiastadion (Spiridon Louis)
  • Olympisches Wassersportzentrum
  • Olympiahalle (Nikos Galis)
  • Olympisches Velodrom
  • Olympisches Tenniszentrum

Viele der Sportstätten wurden zwischen 1999 und 2004 für die Olympischen Spiele von Grund auf modernisiert oder neu errichtet – maßgeblich geprägt durch die markanten Dachkonstruktionen des spanischen Stararchitekten Santiago Calatrava.

Wo einst sportliche Höhepunkte gefeiert wurden und zehntausende Menschen jubelten, wirkt das weitläufige Gelände heute oft verlassen. Zwar werden einige Hallen weiterhin für Wettkämpfe und Konzerte genutzt, doch weite Teile der Freiflächen verfallen zusehends. Abgesehen von ein paar Joggern waren wir fast die Einzigen, die über das Areal spazierten. Die Finanzkrise der vergangenen Jahre hat diese Entwicklung zweifellos beschleunigt – es fehlt schlicht am nötigen Budget für den immensen Unterhalt.

Olympiastadion Athen Spyros Louis
Olympiastadion
Olympisches Schwimmzentrum Athen
Aquatic Centre
Das Olympische Velodrom
Das Velodrom
Wassersportzentrum OAKA
Wassersportzentrum

An diesem Ort spürt man förmlich das Dilemma vieler olympischer Großereignisse: Unzählige Millionen Euro wurden verbaut für wenige Wochen weltweiten Glanzes. Eine nachhaltige Nutzung für die breite Bevölkerung blieb größtenteils aus – ein ernüchternder Anblick. Trotz allem lohnt sich ein Spaziergang über das Gelände, wenn man ohnehin im Norden der Stadt unterwegs ist. Allein wegen des Sportkomplexes reisen zwar die wenigsten Touristen an, architektonisch bleibt die Kulisse dennoch faszinierend.

Der Sportkomplex – Spuren der Zeit:
Olympia-Sportkomplex Details 1
Olympia-Sportkomplex Details 2
Olympia-Sportkomplex Details 3
Olympia-Sportkomplex Details 4
Olympia-Sportkomplex Details 5
Olympia-Sportkomplex Details 6
Besuche:
  • Oktober 2019
Geo-Daten:
  • Region: Attika
  • Regionalbezirk: Athen-Nord
Wo finde ich was: Entfernungen (Marousi):
  • Athen / Αθήνα : ca. 11 km
  • Flughafen Athen / Αθήνα Αερολιμένας : ca. 27 km
  • Patra / Πάτρα : ca. 216 km
  • Lamia / Λαμία : ca. 208 km
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