Edessa liegt in Zentralmakedonien im Regionalbezirk Pella und hat rund 29600 Einwohner.
Im März 2012 hatten wir die Stadt schon einmal besucht, allerdings "nur" den Wasserfall.
Den Rest der Stadt haben wir aus Zeitgründen nicht mehr geschafft, das haben wir nun im Oktober 2016 endlich nachgeholt.
Edessa wird auch die Stadt des Wassers genannt und das völlig zu Recht. Überall in der Stadt findet man Flüsschen, Parks mit Wasserläufen und Brunnen.
Im Zentrum befindet sich eine Fußgängerzone mit zahlreichen Geschäften, Cafés und Bars.
Anders als im kühlen März war das Wetter im Oktober noch schön und dementsprechend war Leben in den Straßen.
Der Beschilderung folgend gelangt man zum Open Air Wasser Museum / Υπαίθριο Μουσείο Νερού.
Hier findet man unter anderem alte Häuser, Schleusen und Mühlen. Überall rauscht Wasser und es herrscht eine angenehme Kühle.
Das Gelände des Open Air Museums ist landesweit bekannt und einzigartig in seiner Ausdehnung an wasserbetriebenen Produktionsstätten in Griechenland.
Durch die steilen Hänge und dem Wasserreichtum wird bereits seit byzantinischen Zeiten die Wasserkraft genutzt.
Zu dieser Zeit wurden in der Region die ersten Getreidemühlen, Sesammühlen, Gerbereien und Wassermühlen errichtet.
Das Wasser wurde erstmals Ende des 19. Jahrhunderts industriell genutzt, als sich ein griechischer Unternehmer mit wasserbetriebenen Textilfabriken in Edessa niederließ.
Insgesamt wurden sechs wasserbetriebene Anlagen gegründet, darunter als erste die Spinnerei Tsitsis & Co. im Jahr 1895, von der nur noch Spuren der ursprünglichen Anlagen erhalten sind.
Alles in allem ein sehr interessantes Thema, wenn man sich für Technik und Industriegeschichte interessiert, ist man hier bestens aufgehoben.
Der Aquazoo
Es gibt einen Aqua- und Reptilienzoo direkt am Wasserfall, für 2 Euro (2016) kann man aus nächster Nähe Fische, Frösche, Schildkröten, Krabben, Krebse, aber auch verschiedene Schlangenarten und Reptilien beobachten.
Das Aquarium verfügt über eine große Anlage mit 3000 Litern Wasser und 14 kleinere Anlagen mit Seefischen, Fluss-, Bach- und Standwasserfischen.
Das Open Air Museum mit alter Bausubstanz und Maschinen:
Hinter dem Wasserfall
Schließlich gelangt man zum Wasserfall / Καταρράκτες "Karanos".
Die Wasserfälle von Edessa sind in ganz Griechenland und Europa eine einzigartige Attraktion.
Auf einer Plattform beobachtet man dann den großen Wasserfall, wo sich das Wasser mit lautem Getöse rund 70 Meter in die Tiefe stürzt.
Ein wunderschönes Schauspiel, das in einer riesigen Gischt unter einem leuchtenden Regenbogen wieder zur Ruhe kommt.
Die Höhle
Man kann sich auch hinter den Wasserfall stellen, oder (für 50 Cent Eintritt) eine kleine Höhle besichtigen, die sich unter dem Wasserlauf befindet.
Einen tollen Blick hat man auch auf der Terrasse, auf der man über diverse Treppen gelangt.
Je nach dem wie der Wind steht, wird man hier allerdings ein wenig nass.
Die Wasserfälle entstanden vermutlich im 14. Jahrhundert infolge eines geologischen Ereignisses, wahrscheinlich eines Erdbebens
Der speisende Fluss heißt Edessaios
Der Karanos-Wasserfall ist 70 Meter hoch und damit der größte Wasserfall Griechenlands
Fast das gesamte Wasser des Wasserfallparks wird für ein Wasserkraftwerk mit 19.000 kW Leistung genutzt.
Von Flusslauf zum Wasserfall - 70 Meter in die Tiefe - es entsteht ein Regenbogen:
Hat man sich sattgesehen (was fast nicht möglich ist) kann man oberhalb des Wasserfalls in den "Edessa Waterfalls Park / Πάρκο Καταρρακτών Έδεσσας" mit vielen Wasserspielen und kleinen Wasserfällen.
Hier kann man auf einer der Sitzbänke entspannen und dem Rauschen des Wasserfalls zuhören. Es gibt Souvenirläden und eine Touristeninformation.
Hier befindet sich auch die kleine "Kapelle der Himmelfahrt des Erlösers / Ιερό Παρεκκλήσιο Αναλήψεως του Σωτήρος".
Edessa Waterfalls Park:
Im Zentrum Edessas kann man Shoppen und sich anschließend in einem der Zahlreichen Tavernen und Bars setzen und das Stadtleben genießen. Es gibt eine ansprechende Mischung aus Bekleidungsgeschäften, Handwerkerläden und Gastronomie.
In der Stadt ist der Autoverkehr und die Parkplatzsuche schon herausfordernd, allerdings noch lange nicht so hecktisch wie in den Großstädten.
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