Alte Stadtmauer / Βόρεια Τείχη

Thessaloniki Stadtmauer
Die Route

Wer eine Stadtkarte von Thessaloniki in den Händen hält, wird sich vielleicht schon gefragt haben was die gestrichelten roten Linien zu bedeuten haben. Sie markieren den Verlauf der alten Stadtmauer aus der byzantinischen Zeit.

Die Stadtmauern von Thessaloniki zählen zu den beeindruckendsten byzantinischen Bauwerken Griechenlands und sind seit 1988 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes der Stadt.

Die Mauern sind zwischen 10 und 12 Meter hoch und etwa 4,5 Meter breit, der Umfang betrug im Originalzustand 8,5 Km. Sie beginnt am Hafen am Gerichtsgebäude und endet in Höhe des weißen Turms. Fragmente davon findet man immer wieder zwischen der Wohnbebauung und den Straßen.

Thessaloniki Eptapyrgio Fortress
"Eptapyrgio Fortress"

Die ehemalige Mauer lässt sich komplett ablaufen und Gipfelt an der alten Burg "Eptapyrgio Fortress (Yedikule) Kastro" / Επταπύργιο Θεσσαλονίκης. Vom Trigonios-Turm / Πύργος Τριγωνίου bei der Zitadelle hat man einen Atemberaubenden Blick über die Stadt.

Die Mauern waren bis 1869 komplett erhalten, aber aufgrund der immer mehr Ansteigenden Einwohnerzahl, sah man sich gezwungen Teile der Mauer zu entfernen, um zusätzlichen Platz für Wohnraum und Straßen zu schaffen.

Thessaloniki Trigonios Turm
"Trigonios Turm"
Thessaloniki Stadtmauer
Fragmente der ...
Thessaloniki Stadtmauer
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Thessaloniki Stadtmauer
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Thessaloniki Stadtmauer
... Stadtmauer
Thessaloniki Panorama
Der Ausblick auf Thessaloniki vom Trigonios-Turm
Entlang der alten Stadtmauer - Innerhalb der Festung, mit Fundstücke:

Thessaloniki Stadtmauer
Thessaloniki Stadtmauer
Thessaloniki Stadtmauer
Thessaloniki Stadtmauer
Thessaloniki Stadtmauer
Thessaloniki Stadtmauer
Thessaloniki Stadtmauer
Thessaloniki Stadtmauer
Thessaloniki Stadtmauer
Thessaloniki Stadtmauer
Thessaloniki Stadtmauer
Thessaloniki Stadtmauer
Thessaloniki Stadtmauer
Thessaloniki Stadtmauer
Thessaloniki Stadtmauer
Thessaloniki Stadtmauer
Die Elenis Zografou

Zwischen dem "Weißen Turm" und der Straße "Hagiou Dimitriou" wurde die Mauer leider komplett entfernt. Wenn man dem alten Verlauf folgt, erkundet man ganz nebenbei auch die einzelnen Stadtteile der Stadt, allerdings bekommt man auch die weniger schönen Seiten zu sehen.

Ein Drittel der Strecke geht Bergauf und es ist recht anstrengend, da manche Straßen sehr steil gebaut sind. Feste Schuhe und ausreichend zu trinken sind Voraussetzung. Wir haben diese Tour im Februar gemacht und obwohl es "nur" 20 Grad hatte, sind wir ordentlich ins Schwitzen gekommen.

Aber wenn man es am Ende des Tages geschafft hat, liegen rund 10 Km Fußmarsch hinter einem, man hat jede Menge Eindrücke gesammelt und das Essen in der Taverne schmeckt nochmal so gut.

Zusammenfassung
Geschichte und Entstehung

Die ersten Befestigungsanlagen wurden bereits im 3. Jahrhundert n. Chr. unter dem römischen Kaiser Kassander errichtet, der die Stadt um 316 v. Chr. gegründet hatte. Die heutigen Mauern stammen jedoch größtenteils aus der byzantinischen Epoche (4.-15. Jahrhundert). Besonders unter Kaiser Theodosius I. im 4. Jahrhundert wurde die Anlage erheblich ausgebaut und verstärkt.

Aufbau und Ausdehnung

Die Mauern umschlossen ursprünglich die gesamte Stadt und erstreckten sich über eine Länge von etwa 8 Kilometern. Sie bestanden aus:

  • Dicken Steinmauern mit einer Höhe von bis zu 10 Metern
  • Zahlreichen Türmen - ursprünglich über 50 - zur Verstärkung und Überwachung
  • Toren an strategisch wichtigen Punkten
Wichtige Abschnitte
  • Das Obere Stadtgebiet (Ano Poli): Hier ist der am besten erhaltene Teil der Mauern zu finden, da dieser Stadtteil im 20. Jahrhundert von großen Bränden verschont blieb.
  • Der Weißer Turm (Lefkos Pyrgos): Obwohl er heute als eigenständiges Wahrzeichen gilt, war er ursprünglich Teil der Seemauern und ist heute das Symbol der Stadt.
  • Die Akropolis: Der nördliche Mauerabschnitt umschloss die Zitadelle (Heptapyrgion / Yedi Kule), die als Festung und später als Gefängnis diente.
Bedeutung und heutiger Zustand

Während der osmanischen Herrschaft (1430-1912) wurden Teile der Mauern gepflegt und genutzt, andere jedoch abgerissen, um die wachsende Stadt zu modernisieren. Große Teile der See- und Landmauern fielen im 19. und 20. Jahrhundert dem Stadtausbau zum Opfer.

Quellen: thessalonikitourism.gr & woodestinations.com, Übersetzung: DeepL
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