Wenn man es denn geschafft hat, das Kassenhäuschen hinter sich zu lassen, geht es ein paar Meter weiter Richtung Eingang.
Hier kommt es ab und an auch mal zu Wartezeiten, weil einige Mitmenschen mit dem Drehkreuz überfordert sind :-)
An der Treppe zur Akropolis herrscht noch etwas Gedränge, was sich aber im Inneren gut verläuft.
Wenn man mehr über die Geschichte der Akropolis erfahren möchte, kann man sich einer Führung anschließen; die Infotafeln sind nur in Englisch und Griechisch.
Im Inneren kann man sich frei bewegen und alle Zeit der Welt nehmen, den tollen Ausblick zu genießen oder die zahlreichen Ausgrabungen zu bestaunen.
Wie schon erwähnt, ist Akropolis der Oberbegriff; die Akropolis setzt sich aus mehreren Gebäuden zusammen:
Skizze von Wikipedia
Parthenon
Der alte Athena-Tempel
Erechtheion
Statue der Athena Promachos
Propyläen
Niketempel
Eleusinion
Heiligtum der Artemis Brauronia
Chalkotheke
Pandroseion
Arrephorion
Altar der Athena
Heiligtum des Zeus Polieus
Heiligtum des Pandion
Als Erstes betritt man die Propyläen / Προπύλαια – die Vorhalle.
Ein monumentaler und repräsentativer Torbau als Eingang zur Akropolis.
Hier ist auch richtig was los, alle Besucher müssen hier rein oder raus.
Direkt rechts daneben befindet sich der Tempel der Athena Nike (Niketempel) / Ναός Αθηνάς Νίκης.
Propyläen und Niketempel:
Das größte und wichtigste Gebäude ist der Parthenon / Παρθενών, was viele eben als Akropolis bezeichnen.
Gewidmet wurde es der Göttin Pallas Athena Parthenos, die zugleich auch Schutzpatronin der Stadt ist.
An dem 70 Meter langen Tempel finden schon seit Jahren Restaurierungsarbeiten statt, um dieses wichtige Gebäude bestmöglich zu erhalten.
Wettereinflüsse und Luftverschmutzung setzen den Gebäuden zu, deshalb werden die Arbeiten wohl nie enden.
Beim Rundgang kommt man auch noch an vielen weiteren Ausgrabungen und Bauten vorbei. Es gibt auch ein kleines Museum mit diversen Fundstücken.
Parthenon:
Ein weiteres wichtiges Gebäude ist das Erechtheion / Ερεχθείο, das seinen Namen aufgrund des mystischen Königs Erechtheus erhalten hat, der (angeblich) unter dem Tempel begraben liegt.
Besonders sind die Karyatiden, weibliche Figuren, die mit ihren Köpfen eine tragende Rolle spielen.
Erechtheion:
„Flag-Pole“
Bei Google Maps wird es lapidar der „Flagpole“ genannt; hier hat man einen fantastischen Ausblick und natürlich weht hier eine große griechische Flagge / Ελληνική Σημέα.
Die Akropolis ist sehr beeindruckend und es ist ein Erlebnis, ohne das man nicht in Athen gewesen ist.
Der Eintritt ist mit 20 Euro p. P. natürlich recht hoch, aber wenn man bedenkt, was für ein Aufwand betrieben werden muss, um dieses Monument der Vergangenheit der Nachwelt zu erhalten, relativiert sich der Eintrittspreis.
Regeln, die Besucher der Akropolis unbedingt beachten sollten
• Marmor berühren:
Auf dem kompletten Gelände werden Sie Schilder in griechischer und englischer Sprache finden, die darauf hinweisen, dass der Marmor nicht berührt werden darf: „Do not touch the Marble – Μη εγγίζετε τα Μάρμαρα“.
Marmor hat die unangenehme Eigenschaft, dass bei Berührung Fingerabdrücke zurückbleiben, die nur mit großem Aufwand zu entfernen sind. Der Marmor bleibt dabei auch nicht verschont.
• Klettern auf Felsen und Gemäuern:
Es darf nirgends irgendwo draufgeklettert werden, weder auf die Felsen noch auf irgendwelche Mauern. Das ist nicht nur gefährlich, sondern kann auch Schäden verursachen.
• Steine oder Artefakte mitnehmen:
Egal wie schön der Stein oder das Stückchen Marmor auch aussehen mag, lassen Sie es, wo es ist. Nicht nur auf der Akropolis.
Es ist in Griechenland (und nicht nur dort) sowieso verboten, etwas von archäologischen / historischen Stätten mitzunehmen.
Bei der Akropolis ist man ganz besonders sensibel, da sie das nationale Wahrzeichen ist und es Unsummen kostet, sie zu erhalten. Wenn dann noch dauernd Steine geklaut werden...
• Unangemessene Fotos:
Fotografieren ist generell erlaubt, egal ob Selfies, Gruppenfotos oder die Umgebung.
Allerdings sind keinerlei „komische“ Verkleidungen, Maskottchen oder gar anzügliche Fotos erlaubt. Man sollte Respekt vor dieser historischen Stätte haben.
• Drohnen:
In Griechenland ist es generell verboten, mit einer Drohne (egal welche Klassifizierung sie hat) über archäologische Stätten zu fliegen. Das gilt natürlich auch für die Akropolis.
Insgesamt ist es eh schwierig, in Athen eine Drohne steigen zu lassen. (Regierungssitz, sehr viele andere historische Stätten, Flughafen-Einflugszonen und Militärgelände)
• Kinderwagen und Reisegepäck:
Kinder sind natürlich erlaubt, allerdings sollte man daran denken, eine Kindertrage mitzubringen, denn Kinderwagen sind nicht erlaubt. Dieser muss am Eingang stehenbleiben; das Gleiche gilt für Gepäck, das über das übliche Handgepäck hinausgeht, z. B. Koffer, Strandtaschen, Reiserucksäcke usw.
All diese Regeln werden streng überwacht und es macht überhaupt keinen Sinn, am Eingang mit dem Personal zu diskutieren. Natürlich gibt es keine Personenkontrollen wie am Flughafen, aber auf dem Gelände sind Wachleute, die sehr wohl ein Auge auf die Einhaltung der Regeln haben. Die Strafen für extreme Vergehen sind exorbitant hoch. Zeigen Sie Respekt vor der historischen Stätte, dann verbringen Sie eine wunderbare Zeit auf der national bedeutsamsten Sehenswürdigkeit.
Zusammenfassung
Die Akropolis von Athen – ein Hügel voller Geschichte(n)
Wer nach Athen kommt, kommt an ihr nicht vorbei: Die Akropolis thront auf ihrem Kalksteinfelsen mitten über der Stadt und ist quasi das Wahrzeichen Griechenlands schlechthin.
Aber was steckt eigentlich hinter den berühmten Säulen, die man von jedem Postkartenständer kennt?
Was bedeutet „Akropolis“ überhaupt?
Ganz simpel übersetzt heißt „Akropolis“ einfach „Oberstadt“ oder „hohe Stadt“ – vom Griechischen akros (hoch, äußerst) und polis (Stadt).
Fast jede antike griechische Stadt hatte so einen befestigten Hügel, aber wenn heute jemand „die Akropolis“ sagt, meint er automatisch die in Athen. Sie ist einfach die berühmteste von allen.
Der Parthenon – der Star der Show
Das Gebäude, das jeder sofort erkennt, ist der Parthenon. Er wurde im 5. Jahrhundert v. Chr. errichtet, unter der Regierung von Perikles, und war der Göttin Athena gewidmet – der Schutzpatronin der Stadt.
Damals stand dort eine riesige, mit Gold und Elfenbein verzierte Athena-Statue.
Die ist längst verschwunden, aber die Säulenreihen stehen (größtenteils) immer noch, über 2.400 Jahre später.
Das ist schon beeindruckend, wenn man bedenkt, was der Tempel alles überstanden hat: Erdbeben, Kriege, sogar eine Explosion im 17. Jahrhundert, als er als Munitionslager genutzt wurde.
Auf dem Akropolis-Hügel gibt es noch mehr zu entdecken:
Erechtheion: bekannt für die „Korenhalle“, bei der anstelle von Säulen sechs kunstvoll gemeißelte Frauenfiguren das Dach tragen.
Propyläen: das monumentale Eingangstor zur Akropolis – schon der Auftakt macht klar, dass hier etwas Besonderes wartet.
Tempel der Athena Nike: klein, aber fein, mit Blick über die ganze Stadt.
Warum lohnt sich ein Besuch?
Abgesehen von der Geschichte ist es einfach der Ausblick, der einen umhaut.
Von oben sieht man ganz Athen bis zum Meer, und bei Sonnenuntergang wird der Marmor in ein warmes Goldorange getaucht – dafür lohnt sich sogar das frühe Aufstehen, um den Touristenmassen zu entgehen (Tipp: möglichst zur Öffnungszeit hingehen).
Direkt am Fuß des Hügels lohnt sich außerdem ein Abstecher ins Akropolis-Museum, wo viele der Originalskulpturen und Fundstücke ausgestellt sind – klimatisiert und ohne die Menschenmassen von oben.
Kurz gesagt: Die Akropolis ist mehr als nur ein hübsches Fotomotiv. Sie ist ein Symbol für die Blütezeit der griechischen Demokratie, Kunst und Architektur – und gleichzeitig einfach ein magischer Ort, an dem man für einen Moment das Gefühl hat, mitten in der Antike zu stehen.